02. Juni 2009

Wie geht das denn nun mit dem Glück?

Die Klasse 8 b der Elsa-Brandström-Realschule in Sülz besuchte die art lounge und diskutierte mit der Künstlerin Regina Nußbaum über das Thema Glück. Sie hatten sich intensiv mit dem Thema im Unterricht beschäftigt und interviewten die Künstlerin und Glücksforscherin nun, wie es bei ihr denn so geht mit dem Glück. Jeder Schüler hatte die Aufgabe, sich ein Bild der laufenden Ausstellung “Glück hat viele Farben” auszusuchen und sich mit dem Werk auseinanderzusetzen. Den 30 Schülern und zwei Lehrerinnen machte die Exkursion in die art lounge sichtlich viel Spaß. Hier einige Auszüge aus der lebhaften Diskussion:

Frage: “Wie geht das denn nun mit dem Glück?”
Antwort: “Glück ist individuell, d.h. jeder hat sein persönliches Glück und es ist abhängig von bestimmten Phasen im Leben. Mich hat als junge Mutter etwas anderes glücklich gemacht als jetzt, wo mein Sohn 17 Jahre ist.”

Frage: “Was würden Sie jemanden raten, wenn er sein Glück sucht?”
Antwort: “Ich würde ihm empfehlen vom Suchen zum Finden überzugehen. Das ist eine ganz andere Haltung.”

Frage “Sind sie beim Malen immer glücklich?
Antwort: “Nein. Manchmal bin ich auch emotional aufgewühlt und male diese Gefühle aus mir heraus. Eines meiner schönsten Bilder entstand in einer Phase von intensivem Liebeskummer unter Einsatz meiner Fingernägel.”

Frage: “Machen Sie dunke Farben auch glücklich?”
Antwort: “ Ja. Ich male allerdings intuitiv eher hellere Farben.”

Frage: “Wie kann man sein Glück erhalten?”
Antwort: “Ich habe die Erfahrung gemacht, dass mein Glück außerhalb nicht zu finden ist. Es braucht Pflege und Achtsamkeit. Außerdem kommt es stark darauf an, wie ich Ereignisse, die mich erreichen, interpretiere. Ich muß nicht alles persönlich nehmen und es dazu benutzen, mich selbst unglücklich zu machen.”

Frage: “Wenn die Phase mein Haus, mein Boot, mein Auto, durch ist, wie kommt man von außen nach innen?”
Antwort: “ Durch Reflektion und Stille, also Phasen, in denen ich Zeit habe für mich selbst. Für mich ist das Kanu fahren, spazieren gehen, Rad fahren, in der Natur sein.”