3. FriedensArten 2012

Modernes Erntedank-Festival im Kulturbunker Köln-Mülheim

Der Fisch

Das Gemälde “Der Fisch” ist Impression und Expression von zerstörtem Leben. Mit seiner Farbigkeit lenkt das Gemälde zunächst in eine Traumwelt im Meer, in der sich ein großes Wesen, umhüllt von einer feinen Lichtschicht, an mehreren Stellen auflöst. Dies erinnert an ein schaurig-schönes Farbenspiel. Erst beim tieferen Eintauchen in das Werk, sind unten links im Bild die angedeuteten Menschen als anonyme Gruppe zu sehen. Wie zufällige Gäste in einer farbenfrohen Ereignisdichte, scheinen die Menschen keine große Rolle zu spielen. Die Proportionen des Fisches und seiner Betrachter verstärken diesen Eindruck noch. Wird die dargestellte Zerstörung in ihren umweltpolitischen Kontext gestellt, so stellt sich drängend die Frage: “ Wieso lassen die Menschen das zu?”

Es liegt in der Eigenart ihrer künstlerischen Ausdrucksweise, dass sich die Werke von Regina Nußbaum dem Betrachter auf mehreren Wahrnehmungs-ebenen offenbaren. In diesem Gemälde gibt es eine geheime Mitte. Genau an der markantesten Bruchstelle des Fisches, sozusagen im Zentrum der Zerstörung, befindet sich auf der linken Seite ein angedeuteter grüner Kopf. Diese geheime Mitte ist ein weiteres bedeutsames Ausdrucksmittel. Für die Künstlerin signalisiert dieser Kopf ein neues Bewußtsein, dass sich auf eine andere Sichtweise und Haltung zu den Geschöpfen der Erde ausrichtet.

FriedensKunstMusikFest im Kulturbunker Köln-Mülheim
Samstag, 17. November 2012
15.00 bis 23.00 Uhr
Berliner Str. 20
51063 Köln-Mülheim

www.friedensarten.de