Geliebte Vergänglichkeit

Ausstellung von Regina Nußbaum im Hinterhofsalon

Transformation (Ausschnitt)

Gemälde von Regina Nußbaum

Die Künstlerin Regina Nußbaum zeigt unter dem Titel Geliebte Vergänglichkeit abstrakte Gemälde und Objekte im Hinterhofsalon im Herzen von Köln.
In zunehmendem Maße verändert sich unser Leben: Soziale Strukturen, technische Entwicklungen, persönliche Lebenssituationen scheinen sich wie im Zeitraffer zu wandeln. Statt mit den Veränderungen zu ringen und sie als Bedrohung zu empfinden, lädt die Künstlerin mit der Unterstützung ihres Lieblingsdichters Rainer Maria Rilke und einem Augenzwinkern zur Umarmung der Vergänglichkeit ein.

„Man muß nie verzweifeln, wenn etwas verloren geht, ein Mensch oder eine Freude oder ein Glück; es kommt alles noch herrlicher wieder. Was abfallen muß, fällt ab; was zu uns gehört, bleibt bei uns, denn es geht alles nach Gesetzen vor sich, die größer als unsere Einsicht sind und mit denen wir nur scheinbar im Widerspruch stehen. Man muß in sich selber leben und an das ganze Leben denken, an alle seine Millionen Möglichkeiten, Weiten und Zukünfte, denen gegenüber es nichts Vergangenes und Verlorenes gibt“.
Brief von Rainer Maria Rilke an Friedrich Westhoff, Rom, 29. April 1904

Die Werkschau der Künstlerin enthält Titel wie Transformation und Heaven on Earth.

Finissage: Sonntag, 9. Juli 2017, 16 – 19 h

Die Ausstellung Geliebte Vergänglichkeit ist vom 12. Mai bis 9. Juli 2017 im „Hinterhofsalon“, Aachener Straße 68, 50674 Köln, zu sehen.

www.hinterhofsalon.de

Kontakt:
Regina Nußbaum, Gutenbergstraße 56, 50823 Köln,
0172-96 86 983, info@regina-nussbaum.de

Dr. Melanie Puff, Kunsthistorikerin
„Wenn man Regina Nußbaums abstrakte Acryl-Bilder betrachtet, scheinen sie eine besondere Doppelbewegung im Schauenden auszulösen: auf der einen Seite gibt es da eine Art von bildimmanentem Sog, der direkt ins Bild hineinzuziehen scheint. Er bringt den Betrachter in eine meditative Versenkung, die ihn in Welten von ungeahnter Schönheit führt – ohne dass diese Erkundung eine romantische Überhöhung und Verklärung des Ichs bedeuten würde. Vielmehr zeigen uns Regina Nußbaums Bilder die verborgene Realität hinter der Oberfläche des offensichtlich Sichtbaren. Es ist die Intensität des inneren Lichts, die Regina Nußbaums Bilder charakterisiert. Sie macht den oszillierenden Charakter der Bilder aus, bei dem in der Doppelbewegung dann aus dem Sog ins Bild hinein wieder ein Leuchten aus dem Bild heraus wird. Dies verleiht den Malereien aus der Tiefe heraus ein eigentümliches, geheimnisvolles Strahlen.“.