Entmilitarisierungszone, Gemälde von Julja Schneider

Uli Brenner, Julja Schneider und Helena Katsiavara

Installation von Regina Nußbaum

Skulpturen von Uli Brenner

Installation EMZ

EMZ Logo

Entmilitarisierungszone im Bahnbogen

Bogenfest 2019: Zusammen erreichen wir mehr!

Im Rahmen des Bogenfestes, benannt nach den Bahnbögen in der Ehrenfelderr Hüttenstraße, gestalteten die Künstler Julja Schneider, Helena Katsiavara und Uli Brenner gemeinsam mit Regina Nußbaum am 22. Juni von 12 bis 21 h einen Bahnbogen temporär als „Entmilitarisierungszone“. Präsentiert wurden interaktive Installationen mit Skulpturen, Gemälden und Life-Painting. Musikalische Unterstützung bot Martin Höke.

Das Thema „Entmilitarisierungszone“ beschäftigt Regina Nußbaum bereits seit vielen Jahren. „Das Bogenfest eignet sich hervorragend als Einsatzort für das Projekt „Entmilitarisierungszone“. Wir zeigen hier einen künstlerischen Weg auf, wie scheinbar unbeliebte Straßen und Plätze durch die gemeinsame Gestaltung zu erneuerten Verbindungen und phantasievollem Miteinander einladen“, erklärt die Ehrenfelder Künstlerin.

„Starten, statt warten!“

Eingeladen wurde die Künstlergruppe von den Initiatoren des nachbarschaftlichen Straßenfestes, Dennis Krüger und Andrej Weissenberger. Die beiden jungen Männer schauen von ihrer Wohnung direkt auf die Einmündung der Hüttenstraße in die Subbelrather Straße. Der Anblick ist seit Jahren eine Dauerbaustelle mit leer stehenden Bahnbögen und rasenden Autos. Sie haben Ende letzten Jahres beschlossen, diesen Zustand nicht länger hinzunehmen. Gemeinam mit nachbarschaftlicher Hilfe organisierten sie ein buntes Festival unter dem Motto „Zusammen mehr erreichen“. Genau das ist passiert. Die Gäste und die Beteiligten haben die Fest-Meile bei strahlendem Sonnenschein zu einem unvergesslichen Happening umgestaltet. Reges Interesse gab es beim Info-Stand, wo Nachbarn und andere Beteiligte Hintergrund- Informationen über die Geschichte der Bahnbögen und die 15 Jahre alte Dauerstelle erhielten. So bekommt die Diskussion um die Planung der Umgestaltung der Straße und der Bahnbögen neuen Aufwind.

Kontakt + Infos:
www.bogenfest.de

© Text + Fotos: Regina Nußbaum

Installation Entmilitarisierungszone (EMZ) im Bahnbogen

Kreative Konflikt-Lösungs-Technik durch aktive Gestaltung

Projektbeschreibung:

Regina Nußbaum präsentiert gemeinsam mit ihren Kollegen Uli Brenner, Helena Katsiavara und Julja Schneider am Samstag, 22. Juni 2019, von ca. 12 bis 20 h die Installation Entmilitarisierungszone (EMZ) in einem Bahnbogen auf der Hüttenstraße im Rahmen des Bogenfestes. Zu sehen sind interaktives Live-Painting, Gemälde, Objekte und Skulpturen.

Das Ziel der Künstlerin ist es, eine Friedenszone zu erschaffen, die konstant oder temporär, lokal oder überregional definiert werden kann. Diese Zone hat bestimmte Regeln, die persönlich variieren können. Entscheidend ist in diesem Gebiet der bewusste Verzicht auf Kriegshandlungen in jeglicher Form. Dazu gehören für Regina Nußbaum neben dem Verzicht auf Waffen und Kampfstoffen auch der Verzicht auf verbale, geistige oder emotionale Angriffe, Manipulationen oder Schlachten. Die EMZ lebt vom gemeinsamen Konsens, vom Miteinander, vom Geben und Nehmen, Respekt, gegenseitiger Achtung und der Perspektive, dass es mehrere Möglichkeiten bei Unstimmigkeiten gibt, die außerhalb der bekannten Angriffsmodule existieren.

Bereits während der Kunstroute 2018 und 2019 diskutierten zahlreiche Gäste das EMZ-Konzept und die Umsetzungsmöglichkeiten. Die Idee zur EMZ entstand bereits 2009 in der Galerie Regina Nußbaum art lounge in der Wahlenstraße, Köln-Ehrenfeld in Form eines Konzeptkoffers, der auf dem Deckel ein Gemälde mit den Worten Du bist hat und im Innenbereich des Koffers das Wort Entmilitarisierungszone. Um das Thema beispielhaft zu veranschaulichen, platzierte die Künstlerin auf dem Boden des Koffers ein Stück Fell mit einem Buddha.

Die Initiatorin experimentiert in ihrem privaten Umfeld seit 379 Tagen, 7 Stunden und 13 Minuten mit der neu installierten EMZ auf ihrem Balkon. Die bisherige Erfahrung ist durchaus positiv. Unterstützend ist eine optische Markierung bei der ausgewählten Zone, damit sich das Bewusstsein der Vertragspartner grundlegend entmilitarisiert.
Die Entmilitarisierungszone ist sowohl im sozialen als auch im politischen Leben einsetzbar. Die Künstlerin empfiehlt den Einsatz z.B. in Familien, in Gefängnissen, Unternehmen, Institutionen des öffentlichen Rechts, auf öffentlichen Plätzen und anderswo. Aufgrund der dynamischen Ereignisse in Schulen, auf öffentlichen Plätzen, Institutionen, Familien und anderswo, bietet Regina Nußbaum das EMZ-Konzept ab sofort als Projekt an.
Kontakt:
Regina Nußbaum, mobil: 0172-9686983
www.regina-nussbaum.de, info@regina-nussbaum.de
www.clubofhope.de, info@clubofhope.de

Bogenfest 2019: "Zusammen mehr erreichen!"

Mit Straßenfest zum Perspektiven-Wandel

Veröffentlicht: koeln-insight.tv am 13. Juni 2019

Ehrenfeld. Wenn Dennis Krüger und Andrej Weissenberger von ihrer Wohnung auf die Einmündung der Hüttenstraße in die Subbelrather Straße schauen, fällt ihr Blick auf eine Dauerbaustelle mit leer stehenden Bahnbögen und rasenden Autos. Die beiden jungen Männer haben Ende letzten Jahres beschlossen, diesen Zustand nicht länger hinzunehmen. Sie organisieren mit nachbarschaftlicher Hilfe ein Straßenfest auf der Hüttenstraße. Am Samstag, 22. Juni von 12 bis 22 h, wird die Straße zur Fest-Meile unter dem Motto „Zusammen mehr erreichen“. Das „Bogenfest“, benannt nach den Bahnbögen, soll die Nachbarn und andere Beteiligte mit in die Planung und Diskussion über die Umgestaltung der Straße und der Bahnbögen einbeziehen.

Buntes Programm für jeden Geschmack

„Wir haben ein buntes Programm mit Live-Musik, Tanz-Performance, Comedy und einem Zauberer. Es gibt Flohmarkt-Stände, Aktions-Künstler und eine Tombola mit Preisen, die Geschäfte, Restaurants und Gastronomie aus dem Viertel stifteten. Ein Bahnbogen wird zum Spielplatz für Kinder. Internationale Köstlichkeiten und typisch kölsche Leckereien laden zum Genießen ein“, berichtet der Medizinstudent Weissenberger. Auch die Geschichte der Bahnbögen soll auf dem Fest mittels historischer Fotos nacherzählt werden und die Besucher werden angeregt, ihre Ideen für die Nutzungsmöglichkeiten der Bögen einzubringen.

Bahnbogen wird zur „Entmilitarisierungszone“

Die Künstlerin Regina Nußbaum wird einen Bahnbogen temporär als „Entmilitarisierungszone“ gestalten. Das Thema „Entmilitarisierungszone“ beschäftigt die Ehrenfelder Künstlerin bereits seit vielen Jahren. Gemeinsam mit ihren Kollegen Uli Brenner, Helena Katsiavara und Julja Schneider präsentiert sie eine interaktive Installation mit Skulpturen, Gemälden und Life-Painting. Musikalisch unterstützt werden sie von Martin Höke. „Das Bogenfest eignet sich hervorragend als Einsatzort für das Projekt „Entmilitarisierungszone“. Wir zeigen hier einen künstlerischen Weg auf, wie scheinbar unbeliebte Straßen und Plätze durch die gemeinsame Gestaltung zu erneuerten Verbindungen und phantasievollem Miteinander einladen“, erklärt Regina Nußbaum.

„Starten, statt warten!“

Als Regina Nußbaum von der Planungs-Idee des „Bogenfestes“ und den Hintergründen erfuhr, war sie stark beeindruckt von der Ausdauer und Tatkraft der beiden Initiatoren. „Nach unserer Recherche über die 15jährige Entstehungsgeschichte der Dauerbaustelle, haben wir Gespräche mit den Beteiligten geführt, darunter sind Bezirksbürgermeister Josef Wirges, Lutz Figge von der bahnbögen GmbH und Vertreter der Bahntochter DB Netz. Dadurch kamen wir zu der Überzeugung, dass dieser Stillstand und die gegenseitigen Schuldzuweisungen und Vertröstungen eine Bewegung von außen braucht, um den Anwohnern Mut zu machen, sich hier einzumischen, frei nach dem Credo Starten, statt warten“, berichtet der angehende Architektur-Student Dennis Krüger.

„Damit die Umgestaltung und Verkehrsberuhigung der Hüttenstraße langfristige Aufmerksamkeit erhält, gründen wir deshalb gemeinsam mit aktiven Anwohnern einen Verein“, erzählt Andrej Weissenberger. Wer noch als Helfer unterstützen will oder einen Aktions-Stand auf dem Bogenfest machen will, meldet sich Dennis Krüger und Andrej Weissenberger unter info@bogenfest.de.

www.bogenfest.de

© Text: Regina Nußbaum